Schlagwort-Archive: Kartell

Glyphosat, Roundup, Monsanto und Co.

Glyphosat, Roundup, Monsanto und Co. sind wohl vielen bekannt. Glyphosat ist ein Herbizid-Wirkstoff zur Unkrautkontrolle und wird als Komplementärherbizid in Verbindung mit gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt. Der US-Agromulti Monsanto brachte es 1974 unter dem Namen Roundup auf den Markt. Roundup, als weltweit am meisten verkauftes Planzenschutzmittel steht auch in deutschen Regalen und wartet auf den ahnungslosen Abnehmer.

Chronisch vergiftet – Fast alle Menschen auf dem Land und in der Stadt haben inzwischen das Ackergift Glyphosat im Körper.

Der Einsatz des Wirkstoffes Glyphosat in Pflanzenschutzmitteln wird von Sachverständigen, sog. „Experten“ des Bundestages befürwortet. Geschmiert und gekauft?

Tests in den USA haben alarmierend hohe Werte des Unkrautvernichters Glyphosat in der Muttermilch ergeben. Bei einer ersten Studie über das Herbizid wurden bei drei von zehn getesteten Blutproben »hohe« Werte festgestellt. Das schockierende Ergebnis belegt, dass sich die Glyphosat-Werte im Körper der Frauen aufbauen, was bisher von Monsanto und der Agrobusiness-Lobby, aber auch von Lebensmittelsicherheitsbehörden der USA und der EU – die fest in der Hand der Agrobusiness-Lobby sind – vehement bestritten wurde. Die Werte, die in der Muttermilch nachgewiesen wurden, liegen um das 760- bis 1600-Fache über dem in der Europäischen Trinkwasserverordnung für einzelne Pestizide festgelegten Grenzwert.

Testbiotech veröffentlichte Ergebnisse eines Pilotprojekts, bei dem argentinische Sojabohnen auf ihren Gehalt an Rückständen von Spritzmitteln untersucht wurden. Ein Labor der Universität in Buenos Aires analysierte die Sojabohnen, die kurz vor der Ernte waren. Die Ergebnisse zeigten einen überraschend hohen Glyphosatgehalt, der in einer Probe fast 100 mg/kg erreichte. In immerhin sieben von elf untersuchten Proben lagen die Rückstände deutlich über dem internationalen Grenzwert von 20 mg/kg für Futter- und Lebensmittel. Testbiotech hatte Stichproben von Feldern in Nordargentinien genommen.

Derzeit gibt es nur wenige Veröffentlichungen über die tatsächlichen Rückstandsmengen von Glyphosat in gentechnisch veränderten herbizidtoleranten Pflanzen, obwohl diese auf Millionen Hektar in Nord- und Südamerika angebaut und auch in die EU importiert werden.

Dieses Herbizid wird als Unkrautvernichter auch in zigtausenden Hobbygärten  eingesetzt und von den Konzernen Monsanto und Bayer als das ultimative Mittel im Kampf für ertragreiche Ernten gepriesen. Das scheint auch so zu stimmen. Das Mittel unterscheidet nicht zwischen Nutz- und Schadpflanzen…es killt sie alle. Ausser die Pflanzen wurden genetisch immun gemacht. Auf dem Markt ist Glyphosat bekannt als “Roundup” von Monsanto.  Einfach ausgedrückt, wer Roundup verwendet, sollte auch Saatgut vom gleichen Hersteller beziehen. Sonst bleibt der Acker braun.  Monsanto wirbt auch mit der entsprechenden Wortwahl:

“GLYPHOSAT-UNKRAUTVERNICHTER SELEKTIEREN NICHT ZWISCHEN DEN VERSCHIEDENEN UNKRÄUTERN, SIE VERNICHTEN SIE ALLE!”

Genau genommen tötet Roundup alle Pflanzen, die nicht von Monsanto kommen.

Glyphosat.de schreibt (gleicher Text auf monsanto.com zu finden):

•    Glyphosat besitzt eine sehr geringe akute Toxizität.

•    Glyphosat ist nicht krebserregendund besitzt keine mutagenen Eigenschaften, bzw. verändert die DNA von Tieren nicht.

•    Glyphosat wird nach der Aufnahme schnell vom Körper wieder ausgeschieden und nicht verstoffwechselt . Glyphosat wird im Allgemeinen kaum über die Haut in den Körper aufgenommen und reichert sich nicht in tierischen Geweben an.

•    Glyphosat beeinflusst weder die Entwicklung noch die Fortpflanzung von Versuchstieren. Das zeigten Mehrgenerationenstudien an Ratten und Kanninchen.  Nur bei sehr hohen Dosen wurden Jungtiere mit geringerem Körpergewicht geboren. Die bei diesen Versuchen verabreichte Glyphosatmenge entsprach aber dem Tausendfachem der von den Behörden festgelegten täglichen Höchstdosis für Menschen.

•    Glyphosat beeinträchtigt nicht das Hormonsystem der unterschiedlichen Versuchstierarten.

keine-gentechnik.de schreibt dazu:

Gesundheitliche Risiken

  • Glyphosat sowie seine Neben- und Abbauprodukten wirken bei direktem Kontakt über Haut oder Atemwege toxisch. Tallowamin erleichtert als Netzmittlel das Eintreten von Glyphosat in pflanzliche Zellen. Damit wird auch der Eintritt in menschliche und tierische Zellen erleichtert, was die Toxizität von Glyphosat erhöht.

  • Glyphosat kann zur Schädigung menschlicher Zellen und Störungen der Embryonalentwicklung bei Wirbeltieren führen. Es gibt Hinweise darauf, dass es in die Hormonbildung eingreift und krebserregend ist.

  • In Regionen Lateinamerikas, in denen großflächig glyphosatresistente Pflanzen angebaut werden und Glyphosat in hohem Ausmaß als Herbizid eingesetzt wird, gibt es eine erhöhte Rate an Fehlgeburten, Fehlbildungen von Neugeborenen und Krebserkrankungen. Dieser Zusammenhang wurde bisher aber nicht wissenschaftlich untersucht.

  • Glyphosat sowie seine Neben- und Abbauprodukte können über verschiedene Wege auf Pflanzen, Tiere und Menschen übertragen werden: z.B. direkte Applikation, Aufnahme über den Boden, Futterquellen und Aufnahme durch die Haut.

  • Durch die Anreicherung in gentechnisch veränderten Sojabohnen, die in großen Mengen als Futtermittel nach Europa importiert werden (ca. 35 Mio. Tonnen), gelangt Glyphosat auch in unsere Nahrungskette.

Umweltrisiken

  • Die negative Wirkung auf die Aufname von Mikronährstoffen führt zu einem höheren Düngereinsatz.

  • Die Vernichtung von Wildkrautflora sowie der Verlust von Nahrungsquellen und Lebensräumen führt zur Reduktion der Biodiversität.

  • Durch den massiven Einsatz von Glyphosat entstehen Resistenzen. Dies führt zu einem noch stärkeren Glyphosateinsatz und der Mischung mit weiteren Herbiziden.

  • Mycorrhiza Pilze, welche die Vitalität vieler Kulturpflanzen positiv beeinflussen, können durch Glyphosat negativ beeinflusst werden: So auch die Knöllchen-Bakterien, die eine entscheidende Rolle bei der Stickstoffversorgung von einigen Kulturpflanzen spielen.

  • Das Autreten von Schadpilzen wird durch Glyphosat begünstigt.

  • Auch direkte Schadeinwirkung von Glyphosat auf das Wurzelsystem sind bekannt.

albert-schweitz-stiftung.de schreibt folgendes:

Schon in geringen Mengen schädigen Glyphosat und »Roundup« die menschlichen Embryonal- und Plazentazellen sowie die DNA von Menschen und Tieren. In menschlichen Zellen kann »Roundup« innerhalb von 24 Stunden zum vollständigen Zelltod führen. Nachweislich tödlich ist »Roundup« vor allem auch für Amphibien. Zudem bestehen bei Menschen und Tieren Zusammenhänge zwischen Glyphosat und Fehlbildungen/-geburten. Darüber hinaus weist eine neuere Studie darauf hin, dass Glyphosat solchen Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Krebs den Weg ebnen sowie zu Depressionen, Herzinfarkten und Unfruchtbarkeit führen könnte. Nicht zuletzt hat Glyphosat hohe negative Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit und das Bodenleben: bestimmte krankheitserregende Pilze wie Fusarien (parasitäre Schimmelpilze, die ihren Wirt töten) werden gefördert, die Aufnahme von Mikronährstoffen und die Krankheitsabwehr von Pflanzen werden gestört, die für die Durchlüftung von Böden unverzichtbare Regenwürmer meiden mit Glyphosat belastete Böden.

Was durch Glyphosat verursachte Schäden betrifft, so sorgten in der Vergangenheit u. a. menschliche Krankheits- und Todesfälle in Argentinien für einige Aufmerksamkeit. Doch auch hierzulande können die Auswirkungen von Glyphosat beobachtet werden: Landwirte berichten über Atemwegsbeschwerden und Hauterkrankungen. Und auch ein zunehmender Verlust der biologischen Vielfalt, wie etwa das rapide Bienensterben in den vergangenen Jahren, kann auf den Einsatz von Glyphosat zurückgeführt werden.

Weitere Auswirkungen sind zu befürchten: Wie eine Leipziger Forschungsgruppe um Prof. Dr. Monika Krüger im vergangenen Jahr nachweisen konnte, sind inzwischen Rückstände von Glyphosat im Urin von Menschen und Tieren zu finden – und das selbst dann, wenn diese nicht direkt mit Glyphosat in Kontakt gekommen sind (etwa beim landwirtschaftlichen Spritzen, über Boden- und Wasserrückstände etc.). Diesen Befund bestätigt eine weitere im Juni 2013 veröffentlichte Untersuchung, die vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seinem europäischen Dachverband Friends of the Earth (FOE) initiiert wurde: so konnte Glyphosat im Urin von Großstädtern aus 18 europäischen Staaten nachgewiesen werden. Dies lässt klar darauf schließen, dass Glyphosat über Lebens- und Futtermittel aufgenommen wird. Unterstrichen wird dies durch eine Untersuchung der Zeitschrift Ökotest: 14 von 20 getesteten Produkten (Mehl, Brötchen, Getreideflocken) enthielten Glyphosat. Mit welchen Folgen die Aufnahme von Glyphosat über Lebens- und Futtermittel einhergehen kann, wird am Beispiel der Krankheit »chronischer Botulismus« bei Rindern deutlich.

Monsanto gehört dem Glyphosat-Informationsportal als Initiative der europäischen Glyphosate Task Force (GTF) an:

Das Glyphosat-Informationsportal ist eine Initiative der europäischen Glyphosate Task Force (GTF). In der GTF arbeiten verschiedene Pflanzenschutzmittel-Unternehmen zusammen, die einen gemeinsamen Antrag auf Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffes Glyphosat in der Europäischen Union gestellt haben. Die GTF ist keine juristische Person bzw. Rechtsträger. Folgende Unternehmen sind bestätigte Mitglieder des GTF (Stand 21. November 2014):ADAMA Deutschland GmbH, Agria S.A., Agro Trade GmbH, Albaugh UK Limited, Arysta Lifesciences SAS, Barclay Chemicals (Manufacturing) Ltd., Brokden SL, Bros Spolka Jawna B. P. Miranowscy, Cheminova A/S, Dow AgroSciences LLC., EXCEL CROP CARE(Europe) NV, Helm AG, Industrias Afrasa S.A., Monsanto Europe S.A./N.V., Nufarm GmbH & Co KG, Pinus TKI d.d., Rotam Agrochemical Europe Limited, Sabero Organics Gujarat Limited, Sapec Agro S.A., Sinon Corporation, Société Financière de Pontarlier, Syngenta Limited, United Phosphorus Ltd, Wynca UK Limited

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft schreibt:

Einige Glyphosat-Herbizide sind von den Auflagen VV207, VV208 und VV214, die die Verwertungsmöglichkeiten des Ernteguts für Futtermittel einschränken, betroffen.

Die Auflage VV207 untersagt generell die Nutzung des im Behandlungsjahr anfallenden Ernte- bzw. Mähguts als Futtermittel. Betroffen sind Anwendungen zur Ernteerleichterung bei Getreide, zur Anwendung auf Stillegungsflächen zum Zweck der Rekultivierung sowie zur Narbenabtötung auf Wiesen und Weiden vor der Neuansaat.

Die Auflage VV208 untersagt die Nutzung des Ernte- bzw. Mähgutes des ersten Schnittes nach der Behandlung, ist also für Einzelpflanzen- und Horstbehandlungen gegen Problemunkräuter auf dem Dauergrünland relevant.

Die Auflage VV214 untersagt die Verwendung des Strohs zur Tierhaltung bzw. Tierfütterung. Betroffen sind Anwendungen zur Sikkation bzw. Ernterleichterung bei Getreide, Lein, Öllein, Brassica-Arten, Senf-Arten und Leguminosen.

Ursache für diese neu erteilten Auflagen sind Bedenken hinsichtlich der Toxizität von Beistoffen in der Formulierung der betroffenen Glyphosat-Herbizide. Hierbei handelt es sich um Stoffe aus der Gruppe der Tallowamine (Polyoxyethylen-Derivate, POEA), die zur Verbesserung der Wirkstoffaufnahme eingesetzt werden. Auch der Zusatzstoff Frigate® hat z.B. einen Tallowamin-Anteil von über 80 %.

Die Verwertungseinschränkungen beziehen sich nur auf Futtermittel, da hier, im Gegensatz zu Lebensmitteln, keine Studien über die Unbedenklichkeit von Tallowamin-haltigen Herbiziden vorliegen. Die Auflagen sind daher als vorsorglich zu verstehen, bis ggf. die Unbedenklichkeit bestätigt ist.

RTL titelt wie folgt:

Glyphosat im Urin: „Verheerend für menschliche Gesundheit“

Hier sehen ein paar Videos in Bezug auf Monsanto:

Die Neujahrsansprache von Gernot Hassknecht 30.12.2014 ZDF – Bananenrepublik

Die Neujahrsansprache von Gernot Hassknecht 30.12.2014 ZDF – Bananenrepublik

Ich wünsche euch allen ein cholerisches neues Jahr, öfter mal ausrasten!